Niederlande

Die Niederlande – ein Land, in dem es beinahe genau so viele Fahrräder wie Einwohner gibt. Circa 16 Millionen Drahtesel sind in den Niederlanden zu verzeichnen, und das bei knapp 16,5 Millionen Einwohnern. Kein Wunder also, dass die Niederlande als die Fahrradnation überhaupt gelten – eine Tatsache, die sich auch im Tourismus niederschlägt.

Die Niederlande auf dem Rad erkunden

Die ideale Art und Weise, die Niederlande zu bereisen, ist nämlich nach wie vor auf dem Fahrradsattel. Das Land ist flach und weit, sodass auch Menschen ohne die Kondition eines Profisportlers keine Probleme haben werden, quer durch die Niederlande zu radeln – ein wahres Radfahrerparadies also, besonders im Sommer, wenn die Niederlande mit sonnigem Wetter und angenehmen Temperaturen locken.

Amsterdam – Shopping und Kultur

Erster Anlaufpunkt einer Rundreise durch die Niederlande ist natürlich Amsterdam, die Hauptstadt und gleichzeitig die größte Stadt des Landes. Überall in Amsterdam finden sich kleine Hotels, Pensionen und Herbergen jeder Preisklasse. Auch Cafés, Restaurants, Läden, Parks und Märkte gibt es im Überfluss – so zum Beispiel den Wochenmarkt Albert Cuyp, der mit seiner Lebhaftigkeit und seinem bunten Warensortiment auf jeden Fall einen Besuch lohnt. Ein Reiseführer ist praktisch überflüssig: Auch wer planlos in die Stadt hineinspaziert, wird auf jeden Fall auf genug interessante Läden, Straßen und Sehenswürdigkeiten stoßen, um sich den ganzen Tag zu beschäftigen. In Amsterdam soll es über tausend Museen geben – zu den berühmteren davon zählen natürlich das Rijksmuseum, das Van Gogh Museum, das Anne-Frank-Haus und das Rembrandthaus. Doch auch Museen ganz anderer Art sind zu besichtigen: So gibt es die sogenannte Heineken Experience, eine Brauerei, die den Gästen im Eintrittsgeld inbegriffen ein frischgebrautes Bier serviert, oder das Hash Marihuana & Hemp Museum. Doch zu jeder Amsterdam-Reise gehört mindestens eine Grachtenrundfahrt – nicht umsonst wird Amsterdam auch das „Venedig des Nordens“ genannt.

Die westfriesische Insel Ameland

Doch auch abseits der größeren Städte haben die Niederlande so einiges zu bieten. Auch die Insel Ameland erfreut sich einiger Berühmtheit. Sie ist eine der fünf bewohnten westfriesischen Inseln in der Nordsee und ist vor allem für ihre Kinderfreizeiten bekannt. Bauernhofurlaub mit Übernachtung in den Ställen – hier werden Kinderträume erfüllt. Beliebte Ausflugsziele sind vor allem der Leuchtturm und der lange Strand, der zu ausgedehnten Spaziergängen einlädt. Das Naturschutzgebiete Het Oerd und De Hon dagegen locken Naturfreunde mit beeindruckenden Dünenlandschaften, in denen man Wildvögel in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten kann. Silbermöwenkolonien mit bis zu 3300 Brutpaaren haben sich hier eingenistet, doch Eiderenten, Säbelschnäbler, Seeschwalben, Löffler, Sumpfohreulen und viele mehr kann man hier beobachten. Eine geführte Tour durch das Watt, auf der einem die verschiedenen Vögel gezeigt werden, ist ein Muss auf einer Reise nach Ameland.

Die Tulpennation

Für alle, die sich nicht für Vögel interessieren, könnte dagegen der Keukenhof von Interesse sein. Es handelt sich dabei um eine Gartenanlage in der Nähe des kleinen Ortes Lisse. Vor allem, wenn die Tulpen blühen, kann man hier nicht nur prachtvolle Gärten und spektakuläre Blüten bewundern, sondern auch Scharen von Touristen. Jährlich werden hier viereinhalb Millionen Tulpenzwiebeln in 100 Variationen gepflanzt. Früher sah das allerdings anders aus: Keukenhof heißt übrigens nichts anderes als Küchengarten – denn im 15. Jahrhundert wurde das Landgut hier außer zum Jagen dazu benutzt, Kräuter für die Schlossküche anzubauen.

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