Sich fühlen wie Gott in Frankreich – Redensarten wie diese kommen nicht von ungefähr. Das französische Savoir-vivre, die Kunst des unbeschwerten Lebensgenusses, zieht von jeher Mensch aus aller Welt an, die bei einem Glas Wein und einem Stück Käse genauso entspannt ihre Feierabende verbringen möchten wie es die Franzosen tun. Frankreich lockt mit einer Vielfalt von landschaftlichen Schönheiten, einer exquisiten Cuisine – und der den Franzosen ganz eigenen Mentalität.
Geographie und Klima
Aufgrund der ganz unterschiedlichen Geographie lässt sich Frankreich grob in sieben Klimaregionen unterteilen – wer plant, eine Reise nach Frankreich zu machen, sollte sich also gründlich informieren, was das Wetter am Reiseziel betrifft. So ist das Wetter im Norden und Nordwesten aufgrund des atlantischen Einflusses relativ unbeständig und wird häufig mit Englands Klima verglichen – mit Regen darf also ganzjährig gerechnet werden. Dafür sind die Winter mild und die Sommer angenehm warm und nicht zu heiß. Im Südwesten dagegen steigt die Niederschlagsmenge, je näher man an die Pyrenäen kommt. Die Sommer sind im Vergleich zum Nordwesten wesentlich wärmer. Im Zentrum des Landes dagegen herrscht ein kontinentales Klima, an der Mittelmeerküste dagegen sind die Sommer heiß, sonnig und trocken. Die Gebirgsregionen Frankreichs schließlich gelten als die feuchtesten und kältesten Gegenden des Landes – aufgrund der hohen Niederschlagsmengen sind hier im Winter dafür einige der beliebtesten Skigebiete Europas zu finden.
Die Stadt der Liebe entdecken
Frankreich ist wie Deutschland unterteilt in sogenannte Régions, die man mit den deutschen Bundesländern gleichsetzen kann. Die Hauptstadt Frankreichs ist dabei im Laufe der Zeit zur Projektion romantischer Wunschträume aus aller Welt geworden – Paris, die Stadt der Liebe. Ein Spaziergang über die Champs-Élysées, der Ausblick vom Eifelturm oder ein Besuch im Künstlerviertel Montmartre scheint vielen Menschen der Höhepunkt der Romantik zu sein. Allerdings hat Paris genau wie jede andere Hauptstadt der Welt mit seinen Problemen zu kämpfen. Vielen Touristen erscheint die Stadt schmutzig – auch in Paris sollte man ein Auge darauf haben, welche Ecken man besichtigt. Zum Beispiel das Moulin Rouge – obwohl das Theater mit der roten Mühle auf dem Dach im Vergnügungsviertel zu finden ist, sollte man ihm unbedingt einen Besuch abstatten. Früher tanzten hier weltberühmte Cancan-Tänzerinnen, später wurden auch Operetten und Revuen aufgeführt – vollständig berühmt wurde es dann durch den gleichnamigen Film aus dem Jahr 2001. Aber auch ein Besuch im Louvre, dem größten Museum der Welt mit der berühmten Glaspyramide, oder dem Centre Pompidou sollten auf keiner Paris-Reise fehlen.
Abenteuer in Südfrankreich
Vielen Frankreich-Reisenden ist Paris jedoch zu touristenüberlaufen – es verschlägt sie deshalb häufig eher nach Südfrankreich. Besonders sportlich veranlagten Reisenden wird hier ein ganz besonderes Spektakel geboten: eine Kajakfahrt durch die Ardèche-Schlucht. Die Ardèche ist einer der schönsten Flüsse Südfrankreichs. Sie entspringt dem Zentralmassiv und mündet bei Pont-St. Esprit in die Rhône. Auf einer Strecke von 30 Kilometer Fluss sind immerhin 25 Stromschnellen zu finden – ein Traum für jeden Abenteurer. Zwei bis drei Tage dauert die Fahrt, wenn man die Landschaft genießen will. Wer im Umgang mit dem Kajak weniger geübt ist, sollte sich allerdings einen der ruhigeren Seitenarme der Ardèche aussuchen oder erst im August nach Frankreich zu reisen, wenn der Wasserstand niedriger ist.
